Traumurlaub auf Rhodos

 

Hallo ihr Lieben,

letzten Monat haben Sebastian und ich uns endlich mal wieder einen Urlaub gegönnt. Nachdem ich meine Ausbildung im Sommer erfolgreich abgeschlossen habe und dann noch fast zwei Wochen Zeit hatte zwischen meiner alten Arbeitsstelle für das Anerkennungsjahr (von August 2016 bis Juli 2017) und meiner jetzigen, hielten wir es für an der Zeit, einmal richtig Kraft zu tanken und die schönen Orte dieser Welt kennenzulernen. Nachdem wir letztes Jahr eine einmalig schöne Kreuzfahrt erleben durften, welche über das östliche Mittelmeer mit Bodrum führte, viel uns die Entscheidung für den diesjährigen Urlaub nicht leicht. Außerdem haben wir uns recht kurzfristig überlegt noch wegzufliegen und so stöberten wir ein wenig auf https://www.urlaubsguru.de/ und fanden eine wirklich sehr günstige Reise innerhalb meiner Urlaubstage auf Rhodos, Griechenland. Ein meiner Meinung nach fast unschlagbares Angebot, denn wir zahlten 342€ pP für den Transfer zum Flug, Flug und Aufenthalt auf der wunderschönen Insel. Unser Hotel lag in einem kleinen Städtchen mit 7800 Einwohnern, leider etwas entfernter von den nächsten „Tourigegenden“ und Stränden. Dazu haben wir uns also direkt von Zuhause ein Quad für 6 Tage Aufenthalt gemietet und bekamen dies am nächsten morgen, nach unserer Ankunft.

                                                                                                                         

Nun der Hinflug mit Tuifly ging von Hannover nach Düsseldorf und von Düsseldorf dann nach Rhodos. Ja der Zwischenstopp war irgendwie bescheuert, vor allem, weil Düsseldorf viel näher zu uns liegt als Hannover. War so aber günstiger. Angekommen sind wir gegen 19 Uhr am Flughafen, aber erst so um 22 Uhr am Hotel. Ja das hat lange gedauert. Danach haben wir noch einen kurzen Abstecher in die kleine Stadt von Archangelos gemacht um etwas zu essen. Klar gab es Gyros, was sonst? Am nächsten Morgen wurden wir direkt um 10Uhr, nach dem Frühstück abgeholt vom Quadverleih. Mit dem Quad haben wir dann gleich schonmal einen kleinen Teil der Insel erkundet, z.B. Faliraki und der Tsambika Beach.

 

Im Laufe der Zeit haben wir uns Rhodos Stadt und Lindos auch noch angesehen, sind unseren Highlights aber irgendwie immer wieder treu geblieben. Sogar in Faliraki waren wir nur einmal am Beach. Besonders den Mittag konnte man fast nur am Strand aushalten, weshalb wir uns dort auch hauptsächlich aufgehalten haben, am Tsambika Beach versteht sich. Sebi hatte sehr viel Spaß daran mit dem Quad auf die Berge zu fahren. Ja von da aus hatte man wirklich eine Traumhafte Aussicht. So befindet sich auch das „Schmetterlingsdorf“ auf einem Berg, allerdings muss ich ganz ehrlich sagen, eine Sehenswürdigkeit war das wirklich nicht. Auf jeden Fall für mich nicht. Dort gibt es einzig und allein eine Sorte Schmetterling. Meiner Meinung nach sehen diese auch noch aus wir Motten solange sie da an ihrem Baum oder Stein hängen. Gefiel mir einfach nicht besonders und zu anstregend war das auch. War ja schließlich Urlaub und heiß war es auch. Naja.. Ich habe lieber meine Füße in den Sand gehalten, oder auch nicht, der war nämlich verdammt heiß.

Alles in allem, haben wir unseren Urlaub sehr genossen, viel Sonne getankt und eine Menge geschlafen.

Ein Urlaub auf den man gerne zurück schaut.

 

PS

Es gab da eine Sache, die lag mir besonders am Herzen. Wer schon ein wenig auf meiner Seite gestöbert hat, der hat auch gelesen, dass unsere kleine „Familie“ aus Sebastian, unserem Hund Becks und mir besteht. Ist doch klar, Becks wird ziemlich doll geliebt und fehlen soll es ihm an nichts. Hundeschule, Futter, Zubehör. All das soll er haben, aber es will auch bezahlt werden. Dazu kommt noch ganz viel Zuneigung die er bekommt. In Griechenland geht es den Hunden nicht so. Ich wusste schon, dass es dort Straßenhunde gibt, ich war ja letztes Jahr schon auf einen kleinen Abstecher da. Ich wusste auch, dass tägliches Futter und eine fürsorgliche Hand etwas unbekanntes oder hart erkämpftes für diese kleinen Kerle ist. Die Wahrheit tat dennoch weh und traf mich doch ziemlich. Immer ein und der selbe Hund, abgemagert, jung, fast noch ein Baby. Er war braun, sah fast aus wie ein Labrador. Irgendwann brachte er noch eine Hündin mit. Helles Fell aber ebenso noch sehr jung. Beide hatten Hunger und versuchten sich an den vielen Imbissbuden und Restaurants etwas zu erbetteln, aber die Betreiber wollten sie nicht da haben. Die machen ja das Geschäft kaputt. Ich konnte mir das nicht ansehen, sie taten mir einfach leid. Ich ging irgendwann Mittags in einen Supermarkt und kaufte einer Tüte Hundeleckerli, erstmal nur was kleines dachte ich mir. Abends, als wir wieder in der Stadt waren wartete ich dann auf die Hunde und nur der braune kam vorbei. Er fraß alles leer und ich war happy. Am nächsten Tag habe ich also gleich noch eine Tüte gekauft und dazu 2kg Hundefutter. Diesen Abend haben wir beide Hunde wieder getroffen, leider wollten beide von unserem Futter nichts wissen, schade. Aber jetzt hatte ich es ja schon gekauft, also lief ich mit meiner Tüte und einem etwas genervten Freund durch Archangelos und machte an jeder Ecke kleine Futterhäufchen. Wir haben dann noch was gegessen und sind zurück zum Hotel. Während die Hunde weiter an den Tischen gebettelt haben, sahen wir, wie sich die Straßenkatzen über das gekaufte Futter hermachten. Ich habe also geholfen, ich war stolz auf mich, wenn es auch nur ein bisschen Hilfe war.

Ich möchte dazu sagen, dass ich jemand bin, der ungerne spendet. Nicht um nicht zu helfen, nicht weil mir mein Geld zu schade ist, sondern weil ich nicht weiß, wo mein Geld wirklich ankommt. Aber wenn ich selber mitwirke, selber vor Ort bin, dann bin ich zu allem bereit, auch dazu, mich vor allen zum Affen zu machen, Straßenhunde aus der Hand zu füttern und einen völlig ungeduldigen Freund immer wieder hinzuhalten mit: „Wir gehen ja gleich weiter, warte bitte noch“.

 

 

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